Wie machen wir das?

Gepubliceerd op 13 mei 2019

In Bocholt, Hengelo, Münster und Zutphen werden im Zeitraum 2019-2021 zwölf konkrete Maßnahmen entwickelt und (teilweise) umgesetzt. Dies geschieht im Duo-Schappen (Zusammenschluss zweier Projektpartner), in dem sich die Projektpartner gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können.

Vermeidung von Belästigungen durch die räumliche Anpassung von Wasserläufen innerhalb und außerhalb der Stadtgrenzen.

Dieses Arbeitspaket soll sicherstellen, dass Gräben, Bäche usw. mehr (Regen-)Wasser aufnehmen, mehr Durchfluss halten und besser in den Stadtraum und das Umland eingefügt werden können.

  1. Der Bach Elsbeek wird in Hengelo renaturiert und das zur Zeit Verrohrte Gewässer wird geöffnet und an die Oberfläche gebracht. (Hengelo in Zusammenarbeit mit Bocholt).
  2. Anpassung der Wasserzufuhr an der Vierakkerse Laak bei Zutphen (Rhein und IJssel in Zusammenarbeit mit Bocholt).
  3. Wasserspeicherung für die historische Stadtfestung und Anpassung der Vispoortgracht Zutphen (Zutphen in Zusammenarbeit mit Münster).
  4. Perspektive für Wasserretention entlang der Bocholter Aa (Bocholt in Zusammenarbeit mit Rijn en IJssel)
  5. Gesamtkonzept der Münster‘schen Aa in der Innenstadt und Sanierung im Bereich Am Zwinger (Münster in Zusammenarbeit mit Vechtstromen)

Reduzierung von Überschwemmungen durch räumliche Anpassung innerhalb der Stadt

Überschwemmungen in Städten treten nicht nur in der Nähe von Wasserläufen auf, sondern überall dort, wo ein außergewöhnlich viel Regen fällt und Regenwasser nicht in den Boden eindringen kann. Aus diesem Grund sind auch an anderen Stellen Anpassungen des physischen Raumes erforderlich.

  1. Abkopplung von befestigten Oberflächen vom Kanalnetz und Neugestaltung der Freifläche bei der Elsbeek in Hengelo. (Hengelo in Zusammenarbeit mit Bocholt).
  2. Wasserrobuste Stadtteile als langfristige Perspektive in Zutphen (Rijn en IJssel in Zusammenarbeit mit Münster)
  3. Renaturierung des Sandbaches im Bereich des Textilmuseums Bocholt (Bocholt in Zusammenarbeit mit Waterschap Rijn en Ijssel).
  4. Die Wasserwirtschaft trifft die Bocholter Landwirtschaft zur besseren Wasserrückhaltung (Bocholt in Zusammenarbeit mit Rijn und IJssel).
  5. Integraler Regenwasseransatz und –anwendung eines Wasserbilanzmodells im Projektgebiet „südlich Hiltruper Straße“ in Münster (Münster in Zusammenarbeit mit Hengelo).

Eingreifen bei Überschwemmungen

Die Auswirkungen von extremen Regenfällen und Dürren lassen sich nicht immer vermeiden und können wirtschaftliche, ökologische und soziale Folgen haben. Dieses Arbeitspaket konzentriert sich auf die bessere Vorbereitung von Organisationen und Bewohnern, um in solchen Situationen effektiv und gut organisiert handeln zu können.

  1. Bessere Kommunikation und Eingreifen im Notfall z.B. Nutzung des Starkregenindexes zur verständlichen Kommunikation Münster in Zusammenarbeit mit allen Projektteilnehmern)
  2. Gemeinsame Übung des Krisenmanagements bei extremen Niederschlägen (Bocholter Notfallplan)

Die gewonnenen Einsichten und Erfahrungen werden mit anderen Gemeinden und Parteien in der Euregio ausgetauscht, z.B. in Form von Broschüren und Symposien.